Alfalfa

Der Name klingt etwas komisch und sagt vielen vielleicht nicht auf Anhieb etwas, aber kennen tut sie trotzdem jeder: Die Alfalfa-Sprossen. Sie zählen zu den beliebtesten Sprossen und sind häufig als Topping von Salat, Currys oder Sandwiches zu finden. Sie scheinen zwar ein moderner Foodtrend zu sein, aber das sind sie keineswegs: Bereits im 6. Jahrhundert n. Chr. wurde die zur Familie der Hülsenfrüchte gehörende Nutzpflanze in Asien verwendet. Der Name kommt jedoch aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie „Vater aller Nahrung“. Vermutlich entstand diese Bezeichnung aufgrund der erstaunlichen Nährwerte und Inhaltsstoffe der Sprossen.

Die vermeintlich unauffälligen zarten Sprossen sind nicht nur eine hervorragende pflanzliche Eiweißquelle, sondern auch randvoll mit Vitalstoffen. Neben sämtlichen Vitaminen (A, B1, B6, C, E und K) punkten Alfalfa Sprossen auch noch mit so ziemlich fast allen Mineralstoffen und Spurenelementen wie Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und Phosphor. Außerdem sind die hohen Anteile an sekundären Pflanzenstoffen sowie Antioxidatien und Chlorophyll plus Aminosäuren zu erwähnen, der für Ernährungswissenschaftler besonders interessant sind, da sie einen großen präventiven Nutzen für die Gesundheit haben.

Die Sprossen sind aber auch in ihrer Heilsamkeit bzw. den Anwendungsgebieten ein wahres Allround-Talent: Sie gleichen nicht nur den Säure-Basen-Haushalt aus, entgiften die Leber, dienen als Radikalfänger, wirken blutreinigend und schützen vor Pilzinfektionen sondern werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin noch für viele weitere Sachen eingesetzt. Dazu zählen Behandlungen von Nierensteinen, Wassereinlagerungen und Schwellungen sowie die Fiebersenkung, Entzündungshemmung, Blutstillung, Appetitanregung und die Regulierung des Cholesterinspiegels.

Alfalfa Sprossen enthalten außerdem sogenannte Saponine. Diese sind vor allem für die Erhaltung einer gesunden Darmflora verantwortlich und damit für die Erhaltung des Immunsystems. Sogar in der Tumorbehandlung sind diese Saponine inzwischen von großer Bedeutung: Sowohl bei der Ausschwemmung von Krankheitserregern, als auch bei der Verhinderung einer Aufnahme von krebserregenden Stoffen und der Unterbindung einer Umwandlung von Substanzen in krebserregende.

Die Sprossen musst du aber nicht einmal unbedingt kaufen, du kannst sie auch ganz einfach selbst züchten bzw. keimen. Auf diese Weise ist dir die Vitalstoffladung auf jeden Fall garantiert und du hast keinen Verlust durch Lagerung und Transport. Anleitungen findest du dazu ganz viele im Internet, du musst dir lediglich Samen besorgen und einen Keimbehälter, der auch einfach nur ein umgedrehtes, verschlossenes Einmachglas sein kann. Schon nach wenigen Tagen kannst du die kleinen Wundersprossen genießen. Egal ob auf Salaten oder Sandwiches, in Suppen oder Currys – sie geben jedem Gericht noch einmal einen extra Frische-Kick. Es gibt Alfalfa-Sprossen außerdem auch in konzentrierter Form als Pulver, das sich super für Smoothies und Müslis eignet.