Giersch

Für viele ist er einfach nur Unkraut – zu Unrecht! Der Giersch ist sehr gesund und kann sowohl als Heilpflanze als auch als Wildgemüse verwendet werden und wird von Liebhabern schon langer sehr geschätzt. Er stammt aus der Familie der Doldenblütler und stammt ursprünglich aus Europa, Nordamerika und der iberischen Halbinsel. Der Giersch ist auch bekannt als Gichtkraut, Zipperleinkraut, Geißfuß, Dreiblatt und Padagrakraut.

Mit einer Maximalhöhe von bis zu 90cm gehört der Giersch zu den hochwachsenden Kräutern. Seine Blätter sind doppelt dreizähnig, der Stängel hohl und kantig und seine Blüten sind weiß, die sich zu eierförmigen Früchten entwickeln.

Verwendet werden in der Homöopathie und Naturheilkunden sowohl die Blätter und Sprossen als auch die Wurzeln und Früchte. Erntezeit ist von März bis September, wobei in den früheren Monaten vor allem Blätter und Sprossen, später dann Früchte und Wurzeln geerntet werden. Zu finden ist der Giersch besonders in Laubwäldern, an Hecken- und Wegrändern sowie in Parks und Gärten. Jedoch gilt besondere Vorsicht aufgrund der Verwechselungsgefahr zu ähnlich aussehenden giftigen Doldenblütlern, wie unter anderem dem Bärenklau oder dem Schierling.

Der Giersch ist deswegen so besonders, weil er wichtige ätherische Öle enthält, genauso wie das Provitamin A, Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Kupfer sowie Proteine. Auch Kaffeesäure, Cumarine und Saponin, das als Immun-Booster präventiv gegen jegliche Art von Radikalen gilt, sind im Giersch enthalten. Außerdem punktet er mit seinem unglaublichen Vitamin C Gehalt – dieser ist mindestens 4mal so hoch wie der einer Zitrone.

Die Wirkung von Giersch ist dabei äußert vielseitig, wodurch er bei sämtlichen Beschwerden Abhilfe schaffen kann: Egal ob Blasenentzündung, Husten, Krampfadern, Gicht, Arthrose oder Rheuma – der Giersch ist eine Allzweckwaffe. Seine entgiftende, entzündungshemmende und verdauungsanregende Wirkung macht sich auf jede Art und Weise bemerkbar. Er kann dabei sowohl als Tee, also Badezusatz oder auch als Umschlag angewendet oder ganz einfach in Suppen, Salate, Pestos, Aufstriche oder Smoothies integriert werden.

Giersch bietet eine beliebte Alternative zu Spinat und ist auch ähnlich zu verwenden. Die getrockneten Blätter sind wie alle anderen getrockneten Gewürze einsetzbar. Die Blüten sind ebenfalls essbar und besonders aromatisch, aber auch als Dekoration ein echter Hingucker. Selbst die Samen, egal ob frisch oder getrocknet, eignen sich hervorragend zum Würzen.