Konjak

Klingt wie eine Spirituose, ist aber keine. Ganz im Gegenteil – hinter dem Namen verbirgt sich eine aus Asien stammende Wurzel, der wundersame Wirkungen nachgesagt werden. In den meisten Fällen wird diese Wurzel zu Konjakmehl verarbeitet, um anschließend verschiedene Produkte der Lebensmittelbranche daraus herzustellen. Das Mehl kann aber auch eigenständig als Bindemittel verwendet werden.

Der Hauptbestandteil von Konjak ist Glucomannan. Dies ist eine zähe Substanz, die unserer Speisestärke ähnelt, jedoch ein wesentlich höheres Bindevermögen hat. Um genau zu sein, kann es 50mal so viel Wasser binden, wie es Eigenvolumen hat. Das bedeutet 1 Gramm des Mehles bindet bis zu 50ml Wasser. Daher ist es unabdingbar viel zu trinken – noch mehr als sonst – wenn man Konjak bzw. Glucomannan in irgendeiner Form zu sich nimmt.

Aufgrund dieses hohen Bindevermögens und dem geringen Energiewert findet die Konjakwurzel bzw. das daraus gewonnene Mehl vor allem in der Low- und NoCarb-Ernährung großen Anklang. Häufig wird es zu Nudeln verarbeitet, den sogenannten Shirataki- und Kajnok-Nudeln, die es inzwischen in verschiedenen Varianten und sogar als Reis gibt. Da das Konjakmehl geschmacks- und geruchsneutral ist lassen sich die Nudeln sowie der Reis vielseitig verwenden und mit fast allem kombinieren. Beides ist sehr kalorienarm und zusätzlich für Diabetiker geeignet. Es wird der Wurzel sogar nachgesagt, den Blutdruck zu normalisieren und stabil zu halten, ebenso wie die Blutfettwerte inkl. Dem Cholesterinspiegel.

Auch als Nahrungsergänzung gibt es das Mehl inzwischen, um das Darmvolumen zu erhöhen und Wasser zu binden. Durch diese Faktoren dient es zudem als Sättigungsmittel und Appetitzügler, weshalb es oft während Diäten eingenommen wird, um dem Magen-Darm-Trakt ohne Kalorien zu füllen und Hungerattacken vorzubeugen.

Bei den Rezepten findest du Ideen, wie sich Konjak-Nudeln verarbeiten lassen, zum Beispiel mit Gemüse und Oktopus. Aber natürlich sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Probier aus und sei mutig!