Pampelmuse

Ist das nicht das gleiche wie eine Grapefruit? ➔ Nein, es sind zwei verschiedene Früchte, auch wenn der Volksmund meist Synonyme daraus macht. Eine Grapefruit ist eine Kreuzung aus Orange und Pampelmuse, sprich die Pampelmuse ist eine eigenständige, reine Frucht. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien und hat eine nicht ganz so runde, häufig leicht birnenähnliche Form. Die Schale ist gelb oder grün-gelb und das Fruchtfleisch variiert je nach Sorte zwischen rosa, rot, blassgelb oder grüngelb. Geschmacklich erinnert sie stark an die Grapefruit, da beide sehr süß-säuerlich sind und eine leichte Bitternote bereithalten.

Echte Pampelmusen gibt es in Deutschland eher selten und wenn dann als Import aus China. Aber wer eine bekommt, der hat eine wahre Vitamin-C-Bombe für sich gewonnen. Doch nicht nur mit Vitamin C kann die Frucht punkten: Sie enthält außerdem einen hohen Wasseranteil und eignet sich daher bestens als sommerliche Erfrischung. Mit nur 42 Kalorien pro 100 Gramm zählt die Pampelmuse zusätzlich zu den kalorienärmeren Obstsorten.

Der bereits erwähnte Vitamin-C-Gehalt ist dafür verantwortlich, dass die Pampelmuse ein wahrer Immun-Booster ist und dem Körper hilft, freie Radikale zu beseitigen und Infektionen schneller und effektiver zu bekämpfen. Zusätzlich ist Vitamin C für eine Mund- und Zahngesundheit grundlegend. Pampelmusen können also die Resistenz von Zahnfleisch und Mundoberflächen steigern, um orale Probleme zu verhindern. Auch für die Verdauung bringt die Pampelmuse positive Effekte mit sich: der hohe Anteil an Ballaststoffen beseitigt Probleme wie Verstopfung und Durchfall, stimuliert die Sekretion von Verdauungssäften und hilft bei der Verdauung schwieriger Nahrungsmittel, die mehr Aufwand erfordern. Da die Zitrusfrucht auch einen nennenswerten Wert an Kalium aufweist, eignet sie sich auch als Mittel zur Blutdruckregulierung und damit zur Entlastung des Herzens. Außerdem sorgt das enthaltene Kalium für ein Gleichgewicht im Wasserhaushalt, beugt Muskelkrämpfe vor und hilft bei der Aufnahme anderer wichtiger Mineralien wie Calcium.

Pampelmusen enthalten zudem ein „Fettverbrennungs-Enzym“, Carnitin-Palmitoyl-Transferase, das mithilfe der Bitterstoffe den Stoffwechsel ankurbelt und in Kombination mit gesunder Ernährung die Fettverbrennung steigern kann. Auch für Diabetiker ist die Zitrusfrucht geeignet, da der Fruchtzuckergehalt im Vergleich zu anderem Obst den Insulinspiegel weniger stark beeinträchtigt.

Verwenden lässt sich die Pampelmuse wie jede andere Zitrusfrucht sehr sehr vielseitig und flexibel. Egal ob in Desserts, Vorspeisen, Salaten, Kuchen oder auch herzhaften Gerichten: Die Kombination ist entscheidend. Gerade zu Hähnchenfleisch, würzigen Salaten mit Käse oder Ausgleich in sehr süßen Nachspeisen macht sich die leicht herbe süß-saure Bitternote der Pampelmuse hervorragend. Ganz klassisch kommt sich zum Beispiel auch anstatt von Grapefruit im POWER-FRÜHSTÜCK daher.