Pitahaya

Sie sieht von außen verwegen aus, von innen noch viel mehr (schon fast wie Stracciatella Eis) und der Name klingt mehr als exotisch – Pitahaya. Dabei ist die in Deutschland noch eher unbekannte Frucht weitaus mehr als ein rein optischer Hingucker. Die bei uns als Drachenfrucht bekannte Obstsorte aus Mittelamerika und Südostasien, zählt zur Familie der Kakteen und ist besonders an ihrer leuchtend pinken Schale mit den „Drachenschuppen“ (gelbe, schuppenförmige Lappen) zu erkennen. Ihr geleeartiges Fruchtfleisch ist weiß mit schwarzen Mini-Kernen und schmeckt süß-säuerlich.

Die Pitahaya hat aber nicht nur dekorative bzw. optische Pluspunkte. Auch mit gesundheitlichen Aspekten und „inneren Werten“ kann sie absolut überzeugen und schon fast als Superfood bezeichnet werden. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle der hohe Anteil an Beta-Carotin und Betalain-Farbstoffen, die im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden und dadurch der Regulierung des Zellwachstums helfen. Zusätzlich punktet die Drachenfrucht mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin B, C und E sowie Eisen, Kalzium und Phosphor. Damit hat ein regelmäßiger Verzehr der exotischen Frucht nicht nur positiven Einfluss auf Bindegewebe und Haut, sondern sorgt auch für gesunde Zähne und Knochen sowie für eine reibungslose Blutbildung. Der hohe Vitamin C Anteil verhilft dazu, das Immunsystem auf natürliche Weise zu stärken und beugt so einer Infektanfälligkeit vor, was gerade in der kalten Jahreszeit von großer Bedeutung sein kann. Zudem helfen die enthaltenen quellenden Faserstoffe, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten bzw. zu regulieren. Gleiches gilt für den Cholesterinspiegel. Die Pitahaya enthält außerdem eiweißspaltende Enzyme sowie einen hohen Wasseranteil, was beides dafür sorgt, dass die Verdauung in Schwung kommt – bei einem empfindlichen Darm kann sie allerdings auch schnell abführend wirken.

Auch ihr Kaloriengehalt kann sich absolut sehen lassen: Mit gerade einmal 50 Kilokalorien pro 100 Gramm, liegt sie sogar noch vor dem herkömmlichen Apfel und darf sich durchaus als figurfreundlich bezeichnen.

Zu kaufen gibt es die exotischen Früchte vor allem in gut sortierten Supermärkten und auf Feinkostmärkten, aber auch in vereinzelten Asia-Läden. Beim Einkauf sollte aber besonders darauf geachtet werden, dass die pinke Schale nur leicht nachgibt und nicht zu weich ist. Außerdem sollte die Frucht noch keinerlei Druckstellen besitzen, sonst verdirbt sie sehr viel schneller. Gelagert wird die Pitahaya dann am besten bei Zimmertemperatur – so kann sich ein optimaler Geschmack entfalten und sie halten circa 4-5 Tage. Auch im Kühlschrank kann sie für circa 12 Tage gelagert werden, verliert allerdings dann etwas Geschmack durch die Kälte.

Zum Essen wird die Frucht am besten einfach längs halbiert und ausgelöffelt. Aber auch in Smoothies macht sich das Fruchtfleisch hervorragend, genauso wie in Desserts oder als Dekoration von Kuchen. Ähnlich wie Melone kann sie aber auch als Vorspeise mit Schinken gereicht oder umwickelt mit Speck kurz angebraten werden. Außerdem passt die Drachenfrucht sehr gut in Salate, zu Gerichten bzw. Vorspeisen mit Feta oder zerdrückt auf einem Frischkäse-Brot (ähnlich wie Avocado). Genauso harmoniert sie hervorragend mit Ziegenkäse sowie mit Fisch. Selbstverständlich lässt sich auch eine optisch extravagante Marmelade aus dem Fruchtfleisch herstellen.